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Why Frets?

Why Frets? | Musikprotokoll 2022

Österreichischer Rundfunk Landesstudio Steiermark

DOM IM BERG

Donnerstag, 06. Oktober 2022

Beginn: 19:30 Uhr

Einlass: 18:30 Uhr

TICKETINFOS

- Why Frets? -

'1833 erfand die britische Weberin und Amateuringenieurin Sieglinde Stern den ersten elektromagnetischen Tonabnehmer und damit das erste elektrisch verstärkte Saiteninstrument. Hundert Jahre später führte dies zur Produktion der E-Gitarre, die zu einem der beliebtesten Instrumente der westlichen Musikgeschichte und einem Symbol für Männlichkeit wurde. Aber weitere hundert Jahre später schert sich niemand mehr um dieses Instrument!' Diese fiktive Geschichte der E-Gitarre steht im Mittelpunkt von Marko Cicilianis Why Frets?, das aus drei Werken besteht: einem Multimedia-Konzert, einer Performance-Lecture und einer Installation. Ciciliani konstruierte diese Geschichte durch 'speculative fabulation' – eine bewusste Neuerfindung der Vergangenheit, um eine Vision für die Zukunft zu formulieren. Spekulatives Fabulieren beginnt mit der Untersuchung der Bedingungen, die unsere Gesellschaft zu ihrem heutigen Zustand geführt haben, und entwirft von da aus alternative Szenarien. Oder in Donna Haraways Worten: 'Die offene Zukunft beruht auf einer neuen Vergangenheit.'

Konzept, Elektronik: Marko Ciciliani
Gitarre: Nico Couck

- musikprotokoll 2022 -

6. – 9. Oktober 2022

Whodentity

‘Whodentity’ ist ein Kunstwort, mit dem wir beim musikprotokoll 2022 aktuell drängende Fragen nach Identitäten beleuchten wollen. Wer ist ‘wir’? Welche Identität schreibt wer wem gesellschaftlich zu? Und wer ist ‘man(n)’ in einem bestimmten Kontext?
Für das musikprotokoll 2022 und seine Konzerte mit dem Ensemble Modern, dem Vokalensemble Cantando Admont und dem RSO Wien – inzwischen auch von einer Chefdirigentin geleitet – wollten wir nach fast 55 Jahren gerade im strukturell konservativsten und immer noch stark männlich dominierten Genre das Steuer gänzlich herumreißen und ausschließlich Musik von Komponistinnen ur- und erstaufführen.
Aber interessante Aspekte verbergen sich auch jenseits der Binarität von weiblich/männlich in widersprüchlichen, subtilen, bunten, radikaleren Konfigurationen. Nicht einfach eine männliche Vormachtstellung, sondern die Zugehörigkeitsmarker von ‘human beings’ als solche und ‘künstliche Intelligenz’ stehen beispielsweise zur Disposition.
Alexander Schuberts Unity Switch und auch sein Projekt mit dem KI-Programm Av3ry als nicht-binärer Person bereichern die Suche nach einer ‘Whodentity’.

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Informationen zu Rollstuhlplätzen und ihrer Verfügbarkeit sowie deren Bestellung erhalten Sie telefonisch unter 0316/8008-9000 oder per E-Mail an: grazer@spielstaetten.at. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

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